About

 

Lilyth-Atelier

 

Das Lilyth-Atelier ist offener Raum, der während der Raunächte entstanden ist. Es versteht sich als Ort für Übergänge – für das Dazwischen, für Prozesse ohne festes Ziel und für eine Zeit, in der nichts entschieden oder abgeschlossen werden muss.

Ausgangspunkt ist die Figur Lilith als Schwellenwesen: eine Gestalt jenseits klarer Ordnungen, die für Autonomie, Ambivalenz und das Verlassen festgeschriebener Systeme steht. In diesem Sinne beschäftigt sich das Lilith-Atelier mit Fragen nach Macht, Verantwortung und Zusammenleben außerhalb patriarchaler und matriarchaler Modelle. Im Fokus stehen teilbare, situationsbezogene Formen von Verantwortung, in denen der Lead dort liegt, wo Kompetenz und Vertrauen zusammenkommen.

Während der Raunächte ist das Atelier als offenes Atelier zugänglich. Besucher*innen können kommen, bleiben oder weiterziehen. Es gibt Raum zum Schreiben, Lesen, Zeichnen, Denken, Reden, Schweigen, Beobachten oder Nichtstun. Das Lilith-Atelier ist kein Kurs, kein klassisches Ausstellungsformat und kein Event im üblichen Sinn, sondern ein Raum für Präsenz und Begegnung.

Während dieser Zeit entstehen nicht nur künstlerische Arbeiten, sondern auch Verbindungen, Gespräche und Kooperationen, die sich aus der gemeinsamen Präsenz entwickeln.

Ab dem 6. Januar werden Arbeiten sowie entstandene Kooperationen im Rahmen von „Zwölf Nächte für Lilith – Eine Ausstellung im Prozess“ sichtbar gemacht. Die Ausstellung läuft bis 9. Januar.

Das Lilith-Atelier ist eine künstlerische Arbeit von Kishana und versteht sich als Einladung, Übergänge auszuhalten, Verantwortung neu zu denken und Raum für das Ungeordnete zu lassen.

Kishana

Kishana ist Künstlerin und arbeitet prozessbasiert an der Schnittstelle von Mythologie, Gegenwart und sozialem Raum. Ihre Praxis bewegt sich zwischen Performance Art, digitaler Arbeit, Text und raumbezogenen Formaten. Im Zentrum stehen Übergänge, Schwellenzustände und Fragen nach Macht, Verantwortung und Zusammenleben jenseits festgeschriebener Ordnungen.

 Kishanas Arbeiten entstehen häufig aus offenen Situationen heraus und entwickeln sich im Dialog mit Menschen, Orten und Zeiträumen. Der Prozess ist dabei ebenso wesentlich wie das sichtbare Ergebnis.